Klimawandel in Brüssel

Obwohl Öko-Energie in Europa immer mehr an Bedeutung gewinnt, verfehlen die EU Staaten bisher ihre Ziele. In Brüssel fordert man nun mehr Investitionen, allerdings ist es immer noch Sache des einzelnen Staats, in welche Energien er seine Fördergelder investieren möchte.

Was muss sich ändern?

Es wird verlangt, dass die EU Staaten mehr Finanzen für die Öko Energie zur Seite legen. Der derzeitige Stand solle demnach von 35 auf rund 70 Mrd. Euro verdoppelt werden, so der EU Energiekommissar Günther Oettinger. Man wäre demnach zwar daran versucht, müsse allerdings mehr Tempo zulegen, denn nur so könne das Ziel erreicht werden, dass um etwa 2020 rund 1/5 der Energie aus Öko Energien wie Wind, Sonne, Wasser oder auch Biomasse stammt. Damit dies auch günstig bleibt, sollten mehr Windanlagen gebaut werden, wo sie benötigt werden und auch mehr Solaranlagen dort aufgestellt werden, wo es sonnig ist. Trotzdem sollten die nationalen Fördermodelle nicht mit einer Norm angepasst werden, sondern jedes Land sollte weiterhin selbst über seine Aufteilung der Energien handeln. Vor allem die Sonnenenergie sollte genutzt werdendenn der Klimawandel ist nach wie vor im Gange.

Wie sieht es in Deutschland aus?

Somit sollten alle 27 EU Mitgliedsstaten die nationalen Fördergelder stabilisieren. Oettinger erwähnte bei seiner Präsentation auch, dass die Zielvorgaben für Öko Energien Sache der Mitgliedsstaaten seien. Es solle daher der Haushalt des Staats überwacht werden. Würden die Länder besser miteinander arbeiten, so könne man jedes Jahr allerdings rund 10 Mrd. Euro einsparen. In Deutschland allerdings sieht man die Anpassung der Ökoenergie-Förderung weitaus kritischer. Die Regierung befürchtet, dass genormte Frdergelder das nationale Energiekonzept und auch die Subventionen durcheinander bringen könnten, weil gerade für Energien wie Wind oder Sonne in den EU Ländern überall unterschiedlich effektiv wirken. Da in Südeuropa mehr die Sonne scheint, wären einheitliche Fördergelder, mit denen zum Beispiel im Norden umsonst Solaranlagen aufgebaut würden, eher nutzlos. Auch der BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) übte Kritik an der Idee der Regierung. In Deutschland liegt der größte Anteil von regenerativen Energien bei der Biomasse und der Windenergie. AUch der Vorsitzende äußert sich kritisch, da die privaten Investitionen viel zu sehr für die Photovoltaik genutzt würden, der aber wiederum nur rund 2% des Strombedarfs im Land ausmache.